Impressumspflicht

Impressumspflicht

Die Impressumspflicht verpflichtet Betreiber von Websites und Online-Präsenzen in Deutschland, leicht zugängliche und vollständige Anbieterkennzeichnungen bereitzustellen. Sie dient dem Verbraucherschutz, der Transparenz und der rechtlichen Nachvollziehbarkeit von Verantwortlichkeiten im Internet.

Was ist die Impressumspflicht?

Die Impressumspflicht ist in Deutschland rechtlich in § 5 Telemediengesetz (TMG) und § 55 Rundfunkstaatsvertrag (RStV) geregelt. Sie verpflichtet Betreiber von geschäftsmäßigen, in der Regel gegen Entgelt angebotenen Telemedien (Websites, Blogs, Social-Media-Auftritte), ein Impressum zu führen.

Wichtig: Auch private Webseiten können impressumspflichtig sein, wenn sie nicht rein familiären oder persönlichen Zwecken dienen.

Warum ist die Impressumspflicht wichtig?

Transparenz: Nutzer erkennen, wer für die Inhalte verantwortlich ist.
Verbraucherschutz: Verbraucher können den Anbieter kontaktieren.
Abmahnung vermeiden: Verstöße gegen die Impressumspflicht können kostenpflichtig abgemahnt werden.
Rechtssicherheit: Das Impressum gehört zur rechtlichen Basis einer Website.
Pflicht bei Social Media: Auch Facebook-Seiten, Instagram-Profile oder LinkedIn-Seiten benötigen ein Impressum.
Grundlage für Vertrauen: Ein vollständiges Impressum steigert die Seriosität.

Welche Angaben müssen ins Impressum?

Folgende Angaben sind in der Regel erforderlich:
Name und Anschrift des Anbieters
Vertretungsberechtigter (z. B. Geschäftsführer bei GmbH)
Kontaktmöglichkeiten (E-Mail, Telefon)
Registereintrag und Registernummer (falls vorhanden, z. B. Handelsregister)
Umsatzsteuer-ID (falls vorhanden)
Berufsrechtliche Angaben (bei bestimmten Berufsgruppen wie Anwälten oder Ärzten)
Aufsichtsbehörde (falls zutreffend)

Wo muss das Impressum platziert werden?

  • Leicht erkennbar: z. B. im Footer der Website oder als eigener Menüpunkt „Impressum“.
  • Unmittelbar erreichbar: Mit maximal zwei Klicks erreichbar.
  • Ständig verfügbar: Es darf nicht durch technische Barrieren blockiert werden.
  • Auch auf Social Media: Impressum-Link in der Bio oder im Info-Bereich hinterlegen.

Best Practices für die Impressumspflicht

1️⃣ Generatoren nutzen: Tools wie eRecht24 oder Trusted Shops bieten rechtssichere Impressum-Generatoren.
2️⃣ Regelmäßig prüfen: Angaben bei Adress- oder Rechtsformänderung sofort aktualisieren.
3️⃣ DSGVO berücksichtigen: Kontaktdaten im Impressum sind kein Widerspruch zur DSGVO.
4️⃣ Auf allen Kanälen umsetzen: Website, Social Media, Newsletter-Footer.
5️⃣ Klare Sprache verwenden: Vermeidung von juristischem Fachjargon.
6️⃣ Kein Verstecken: Das Impressum darf nicht im Datenschutzhinweis „versteckt“ werden.

Nachteile bei Missachtung der Impressumspflicht

  • Abmahnungen und Bußgelder: Verstöße können hohe Kosten verursachen.
  • Imageverlust: Fehlendes Impressum wirkt unseriös.
  • Einschränkungen in Werbeanzeigen: Plattformen wie Meta Ads erfordern oft einen Impressumsnachweis.

Fazit

Die Impressumspflicht ist eine rechtliche Grundanforderung für Websites und Online-Präsenzen in Deutschland. Ein vollständiges, korrektes Impressum schützt vor Abmahnungen, schafft Vertrauen und sorgt für Transparenz gegenüber Nutzern und Kunden.